Die zweite Fremde

Zehn jüdische Lebensbilder

 

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  • ISBN 978-3-7099-7021-8
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Heimat und Flucht, Entfremdung und Erinnerung – eine Geschichte von zehn jüdischen Lebenswegen.

Zehn Menschen, die in den Märztagen 1938 aus Innsbruck und Wien fliehen mussten, die aus ihrer Kindheit vertrieben wurden, aus einem Leben, für das sie Träume und Pläne hatten. Um in ihren Fluchtländern England und Israel Fuß zu fassen, galt es, ihre Muttersprache zu verdrängen, auch zu verheimlichen, denn Deutsch war die Sprache der Täter. So wurde ihnen die Fremde zur neuen Heimat, die alte Heimat zur zweiten Fremde.
Christoph W. Bauer ist ihren Lebenswegen bis in die Gegenwart herauf nachgegangen. Ausgehend von seinen Begegnungen und Gesprächen in England und Israel sind zehn Porträts entstanden, die zu einer Geschichte über Heimat, Entfremdung und Erinnerung zusammenfinden. In bewegenden Bildern erzählen sie von Abschied und Flucht, aber auch vom Leben danach und dem Blick aus der Ferne auf die ehemalige Heimat. Dabei lässt Bauer die Vertriebenen selbst zu Wort kommen, authentisch, ganz im Jetzt verwurzelt – so ist es eine Reise nicht nur in die Vergangenheit, sondern vor allem auch durch die Gegenwart.


Christoph W. Bauer

Christoph W. Bauer, geboren 1968 in Kärnten, aufgewachsen in Tirol. Verfasst Lyrik, Prosa, Essays, Hörspiele und Übersetzungen. Zahlreiche Veröffentlichungen, mehrere Auszeichnungen, u.a. Reinhard-Priessnitz-Preis (2001), Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb (2002), Preis des Kärntner Schriftstellerverbands (2010), Kärntner Lyrikpreis (2014) sowie zuletzt Outstanding Artist Award und Tiroler Landespreis für Kunst (beide 2015). Bei Haymon: wege verzweigt. Gedichte (1999), die mobilität des wassers müsste man mieten können. Gedichte (2001), fontanalia.fragmente. Gedichte und Prosa (2003), Aufstummen. Roman (2004), AHOI! Gedichte aus 25 Jahren Haymon Verlag (Hrsg., 2007), Im Alphabet der Häuser (2007), Graubart Boulevard (2008), Als Kind war ich weise (Hrsg., 2009), Der Buchdrucker der Medici (2009, HAYMONtb 2015), gemeinsam mit Anton Christian schweben im kopf (2010), die Gedichtbände mein lieben mein hassen mein mittendrin du (2011) und getaktet in herzstärkender fremde (2011), der Porträtband Die zweite Fremde. Zehn Jüdische Lebensbilder (2013), der Erzählband In einer Bar unter dem Meer (2013) sowie zuletzt die Gedichtbände orange sind die äpfel blau und stromern (beide 2015).
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Pressestimmen

"In unaufgeregter Sympathie und wohltuender sprachlicher Klarheit schafft Christoph W. Bauer diese Porträts, die sich wiederum zu einem Gesamtbild fügen, das den Fortgang der Geschichte bis ins Heute zeigt."
Der Standard, Klaus Zeyringer

"eine spannend-berührende Spurensuche"
Tiroler Tageszeitung, Christiane Fasching

„Bauer gelingt es, authentische Lebensbilder zu zeichnen, die die Porträtierten nicht auf das Opfersein reduzieren und die die Persönlichkeiten, ihre Sprache, Gedanken und Gefühle widerspiegeln.“
ekz-Informationsdienst, Larissa Dämmig

„eine eindringliche Darstellung“
Krone, Thomas Nußbaumer

"Die eindringlichen Lebensgeschichten beinhalten aber nicht nur die verschlungenen Wege dieser Kinder in die neue Heimat, sondern skizzieren auch die vielen Jahrzehnte danach."
www.biblio.at