In einer Bar unter dem Meer

Erzählungen

 

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Krachend wie ein Punksong, sanft wie ein Blick aufs Meer.

Der Dichter mit dem Schlapphut, der Professor mit dem pissgelben Fahrrad, der Künstler in der pikanten Pose, die Schauspielerin und ihr Traum vom Meer – die Figuren in Christoph W. Bauers Erzählungen mögen auf den ersten Blick verschroben wirken. Dabei sind sie vertrauter, als einem lieb ist: Sie trauern verpassten Chancen nach, verrennen sich in Träume, sind unglücklich in ihren Berufen, sprechen von Treue und wandern von einem Bett ins andere, geben sich kühl und erfahren, im nächsten Moment innig und schmachtend. In den unterschiedlichsten Tonarten sprechen sie an, was wir alle kennen: Einsamkeit, Sehnsucht, Liebe und Verlust.
Temporeich und direkt sind Bauers Geschichten, manchmal kurz und energisch wie ein Punksong, manchmal eigenbrötlerisch und elegisch wie ein Blick aufs Meer. Dabei oft von einer bestechenden Komik und voll plötzlicher Wendungen, die unversehens den Blick öffnen auf eine Wirklichkeit, die uns alle betrifft.

Christoph W. Bauer

Christoph W. Bauer, geboren 1968 in Kärnten, aufgewachsen in Tirol. Verfasst Lyrik, Prosa, Essays, Hörspiele und Übersetzungen. Zahlreiche Veröffentlichungen, mehrere Auszeichnungen, u.a. Reinhard-Priessnitz-Preis (2001), Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb (2002), Preis des Kärntner Schriftstellerverbands (2010), Kärntner Lyrikpreis (2014) sowie zuletzt Outstanding Artist Award und Tiroler Landespreis für Kunst (beide 2015). Bei Haymon: wege verzweigt. Gedichte (1999), die mobilität des wassers müsste man mieten können. Gedichte (2001), fontanalia.fragmente. Gedichte und Prosa (2003), Aufstummen. Roman (2004), AHOI! Gedichte aus 25 Jahren Haymon Verlag (Hrsg., 2007), Im Alphabet der Häuser (2007), Graubart Boulevard (2008), Als Kind war ich weise (Hrsg., 2009), Der Buchdrucker der Medici (2009, HAYMONtb 2015), gemeinsam mit Anton Christian schweben im kopf (2010), die Gedichtbände mein lieben mein hassen mein mittendrin du (2011) und getaktet in herzstärkender fremde (2011), der Porträtband Die zweite Fremde. Zehn Jüdische Lebensbilder (2013), der Erzählband In einer Bar unter dem Meer (2013) sowie zuletzt die Gedichtbände orange sind die äpfel blau und stromern (beide 2015).
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Pressestimmen

"Eleganz, Lässigkeit, Melancholie sind Worte, die einem bei der Lektüre dieser Erzählungen in den Sinn kommen. Und sprachliche Genauigkeit. Manchmal führt Präzision zu einem unterkühlten literarischen Ton. Nicht so bei Bauer, durch dessen vor dunklem Hintergrund schillernde Erzählungen unterirdische Lavaströme fließen."
Der Standard, Stefan Gmünder

"Christoph W. Bauers Erzählungen sind schreiend komisch und doch tieftraurig, übermütig und in ihrem Übermut verletzlich, bedrohlich und bedroht zugleich."
Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner

"Poetischer Prosaband mit komischen wie tieftraurigen, übermütigen wie bedrohlichen Momentaufnahmen aus unserem kommunikationskranken Alltag."
Bibliotheksnachrichten, Elisabeth Zehetmayer

"Seit seinem 1999 publizierten Gedichtband ‚wege verzweigt‘ arbeitet der 1968 in Kärnten geborene Christoph W. Bauer, der um die eigene Person wenig Aufhebens macht, unbeirrbar an einem Werk, dessen beeindruckende Konturen erst langsam sichtbar werden. (...) Im Gedichtband ‚mein lieben mein hassen mein mittendrin du‘ (2011) schließt Bauer dann Catulls ‚Carmina‘ mit Punkmusik kurz. Dass er auch Prosa zu schreiben versteht, bewies Bauer mit seinem Prosadebüt ‚Aufstummen‘ (2004), in dem es um das Lesen und Ausschweigen geht, sowie im Roman ‚Im Alphabet der Häuser‘. Roman einer Stadt (2007)."
Der Standard, Stefan Gmünder

„ein literarisches Plädoyer für den poetischen Ungehorsam und den Mut, das Unmögliche wenigstens ab und zu für wahr zu halten“
www.literaturhaus.at, Michaela Schmitz

„ein tragikomisches Lesevergnügen, cool und lakonisch zugleich“
FM4, Zita Bereuter

„Christoph W. Bauers facettenreicher neuer Prosaband – eine überzeugende Komposition heterogener Erzählungen, die ein homogenes Ganzes ergeben – ist nicht nur luzider Lesegenuss, der sich zuallererst aus der Sprache, nicht aus den Inhalten speist, sondern auch ein vielschichtiger Blick auf die Zumutungen des Lebens und die Signaturen der Gegenwart.“
Ö1, Ex libris, Cornelius Hell

„Christoph W. Bauer zeigt sich nun als Erzähler – und zwar in meisterlicher Form.“
ORF, Martin Sailer

„Hier findet man einen kleinen Kosmos von 19 Geschichten, subtil vernetzte Erzählstoffe, die man unbedingt zur Lektüre empfehlen kann.“
uibk.ac.at, Bernhard Sandbichler

„Christoph W. Bauer’s impeccably crafted short story collection is a literary treat which will delight existing fans and ensure that his impressive body of work finds new readers.“
www.new-books-in-german.com

„Für Freunde der kurzen, am aktuellen Zeitgeschehen orientierten Form etwa eines Clemens Meyer.“
ekz-Informationsdienst, Rouven Hans

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Sehen und hören:

Christoph W. Bauer liest aus seinem Erzählband "In einer Bar unter dem Meer"

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