An diesem einen Punkt der Welt

Roman

 

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Eine Geschichte von Aufbruch und Umbruch, von Nähe und Ferne – und von der Sehnsucht der Menschen.

Tom ist ein Träumer und Enthusiast, ein Mensch voll von Ideen, von Sehnsucht und Liebe, ein Mann, der andere mitreißt, aber an sich selbst scheitert – und dabei doch tiefe Spuren hinterlässt: In seinem alten Bauernhaus am Lamandergrund schmiedet er Pläne und Projekte für eine bessere, eine gerechtere Welt. Er ist Mitgestalter und Außenseiter in dem Dorf, das er liebt, und Idol für die Jugendlichen der Region, unterwegs zwischen heimatlicher Enge und den offenen Himmeln Saskatchewans.
Brita Steinwendtner erzählt Toms Leben als eine große und gebrochene Liebesgeschichte: zu zwei Frauen, zu Landschaft, Dorf und dem Leben am Ufer des Baches, zu Tausenden von Büchern und zu Bob Dylan. Zugleich ist ihr neuer Roman aber auch ein berührender Blick auf die Abgründe ebenso wie auf den Reichtum eines Lebens in der Provinz, in der die große Geschichte der Welt ein konzentriertes Abbild findet.

Brita Steinwendtner

Brita Steinwendtner, geboren 1942 in Wels, Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Wien und Paris. Freie Mitarbeiterin des ORF und anderer Rundfunkanstalten. Bis 2012 war sie Leiterin der Rauriser Literaturtage. Sie lebt als Autorin, Regisseurin und Feuilletonistin in Salzburg und wird nicht zuletzt für ihre poetische Sprache und eindringliche Bildkraft geschätzt. Bei Haymon erschienen: "Rote Lackn". Roman (1999), "Im Bernstein". Roman (2005), "Jeder Ort hat seinen Traum". Dichterlandschaften (2007), "Du Engel Du Teufel". Emmy Haesele und Alfred Kubin – eine Liebesgeschichte (2009), "Mittagsvorsatz. Noon Resolution". Gedichte. Poems (2011), "An diesem einen Punkt der Welt". Roman (2014). "Der Welt entlang" Vom Zauber der Dichterlandschaften (2016) ist ihr neuestes Werk.

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Pressestimmen

„‚An diesem einen Punkt der Welt‘ liegt so quer zu dieser Welt und Zeit, daß es nahezu subversiv anmutet. Dazu noch diese betörende Sanftheit, sanfte Beharrlichkeit, mit der Brita Steinwendtner ihren Menschen Gerechtigkeit widerfahren läßt; und außerdem, im Gegensatz dazu, die zeitlichen, gedanklichen, topografischen Brüche, die die Herbheit der Geschichte und der Landschaft hervorheben.“
Erich Hackl

„Brita Steinwendtner ist eine großartige Persönlichkeitsstudie in Romanform gelungen. Stets hält sie die Balance zwischen Sympathie für ihre und Distanz zu ihrer Hauptfigur. Wie schon in früheren Prosawerken beeindruckt die Autorin auch diesmal durch ihren suggestiven Sprachrhythmus und die intensive Bildkraft, die sie in der Natur- und Raumschilderung entfaltet.“
Oberösterreichische Nachrichten, Christian Schacherreiter

„Der Heimatroman des 21. Jahrhunderts, den Brita Steinwendtner schreibt, ist ein Roman, der sich sowohl in die Tiefe des Eigenen hineinbohrt und dieses beschwört, gleichzeitig es aber auch anreichert durch das Globale, Universelle ... die Sprache ist insofern ungewöhnlich, weil sie – das hat mich erinnert an einen Fluß oder vielleicht an ein Akkordeon – weil sie mal in die Breite geht, mal sich sehr verengt, sie ist mal episch ruhig, mal wieder reißend, manchmal poetisch verdichtet, ganz fokussiert. Es gibt ganz kurze Sätze, die nur zwei, drei Wörter beinhalten und manchmal fließt es dahin. Diese sprachliche Flexibilität findet eine Entsprechung in der narrativen, es werden uns manchmal Wochen, Monate, im Zeitraffer erzählt und dann wieder ganz detailliert einzelne Minuten, einzelne Momente, einzelne Tage, einzelne Erfahrungen vertieft. Diese Spannung zwischen Verdichtung oder zwischen einem forcierten Rhythmus und eher einem Andante, macht das ganze Buch aus.“
Ilija Trojanow

„Brita Steinwendtner hat eine Hommage und zugleich eine Elegie auf diesen Thomas N. geschrieben, so wie sie auch ein Buch über das Schreiben selbst verfasst hat – wie kann ein Leben adäquat erzählt werden? ‚No story is ever told just once‘“
Michael Ondaatje

„Toms Lektüren spiegeln sein Leben – viele Bezüge zur Weltliteratur begleiten den Leser. Steinwendtners Roman ist in vielen Passagen lyrischer Prosa verpflichtet, auch einem elliptischen, andeutenden Erzählen. Das Lesepublikum sollte ‚Aufmerksamkeit für die Zeichen am Wege‘ entwickeln. ‚Wir kämpfen und geben nicht auf und träumen und spielen und verlieren und gewinnen und werden, erneut, auf ein weiteres und immer wieder, frei‘, heißt eines der Motti aus der Feder von Ilja Trojanow, das die Autorin ihrem spannenden und zugleich überaus poetischen Roman voranstellt – Tom aus dem Lamandergrund am Grillparz lebt, genießt und erleidet dies.“
Karl Müller

„Brita Steinwendtner hat dieses Oszillieren der Literatur zwischen Realem und Symbolischen gewagt und uns ein wunderbares, außerordentlich lesenswertes Buch geschenkt.“
Reinhard Kacianka, Klagenfurt, Musilmuseum

„Ein einziger Punkt der Welt spiegelt in Brita Steinwendtners Sprachkunst-System das gesamte Dasein und umgekehrt: Makro- und Mikrokosmos scheinen sich in einer Weise gegenseitig abzubilden, die nur die Literatur vermitteln kann. (…) Brita Steinwendtner hat sich wieder einiges einfallen lassen, um auch uns – die Leserinnen und Leser – teilhaben zu lassen an ihrem speziellen Blick auf die Welt, an ihrer Hellsichtigkeit und Sensibilität gegenüber der Sprache und ihren geheimen Schatzkammern der Imagination.“
Arno Rußegger

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