Michael Krüger

Vorübergehende

Roman

 

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  • ISBN 978-3-7099-3438-8
  • 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
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Von einem, der dachte, das Schicksal überlisten zu können – der neue Roman von Michael Krüger.

Weltfreudig und ironisch, vergnüglich und melancholisch
Ein Mann ist im Zug eingeschlafen. Als er aufwacht, lehnt vertrauensvoll ein fremdes Mädchen an ihm: Jara. Sie ist ohne Geld, ohne Papiere, nahezu ohne Sprache. Der Mann, ein erfolgreicher Motivationscoach, hatte sich von der Welt schon abgewendet, besiegt von seinen eigenen Allerweltsweisheiten. Doch jetzt denkt er pathetisch: Das Mädchen kann seine Rettung sein. Ihr ein Zuhause zu geben, wird seinem Dasein den ersehnten Sinn verleihen. Also nimmt er Jara bei sich in München auf – womit sein Leben eine entscheidende Wendung nimmt …


Ein erfolgreicher Mann vor dem Ruhestand auf der Suche nach dem Sinn seines erschreckend gelungenen Lebens
Hier trifft einer, der alles hat und doch nur die Leere kennt, auf eine, die gar nichts hat, und dennoch an Leben ungleich reicher ist. Diese Konstellation schildert Michael Krüger mit der größten Lust, davon abzuschweifen. Denn wenn sein Erzähler seine Gedankenfahrt aufnimmt, bleibt keiner geschont: nicht die Menschen um ihn herum, nicht die deutschen Landsgenossen, am wenigsten er selbst.


Bestechend präzise Beobachtungen der Gegenwart und ihrer Bewohner
Michael Krüger erzählt von verschiedenen Arten von Flucht in seinem neuen Roman: der Flucht aus dem Leben, der Flucht in ein Leben, der Flucht voreinander, der Flucht zueinander. Und zeichnet wie nebenbei das wunderliche Gesicht der Gegenwartsgesellschaft – melancholisch und hochkomisch, resignativ und unverbesserlich hoffend.


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Pressestimmen:

„Das ist ein großartiger, melancholischer, kluger Roman über die Welt, in der wir leben, und die Absurditäten, die uns darin begegnen, die uns aber allzu oft viel zu normal erscheinen, um sie noch zu bemerken. Michael Krüger sieht sie und beschreibt sie ganz wunderbar.“
SWR-Lesenswert, Felicitas von Lovenberg (aus den Pressestimmen zu „Das Irrenhaus“)


„von scharfen, bisweilen überscharfen Beobachtungen, gewitzten Reflexionen und überraschend lyrischen Momenten“
FAZ, Wolfgang Schneider (aus den Pressestimmen zu „Das Irrenhaus“)


„Michael Krüger schreibt mit Witz, Verve und leichter Hand.“
NZZ am Sonntag, Manfred Papst (aus den Pressestimmen zu „Das Irrenhaus“)

Pressestimmen

„Michael Krüger ist mir als Leserin ein immer anregender Autor verblüffender Romane und berührender Gedichte gewesen und ist das noch. Er ist gescheit, witzig, melancholisch, weltläufig.“
„Krüger klinkt sich aus, wie viele sich ausklinken, und schreibt einfach nur stille, kluge, schöne Geschichten von Flucht.“
FOCUS, Elke Heidenreich

„Als Leserin - oder Leser - hat man längst begonnen, diesen Erzähler beziehungsweise seine Figur gegen sich selbst zu verteidigen. Einen Platz im Himmel hat er sich auf jeden Fall verdient für die Zeit, in der das Mädchen Jara bei ihm in Ruhe, Frieden und Wohlstand leben darf. Einen Ehrenplatz bekommt der Autor für diesen humorvollen, selbstironischen, lebensklugen Text. Das Buch eröffnet auf seine Weise ein behutsames Gespräch mit dem Ich-Erzähler. Wer dieses Buch liest, ist nicht allein.“
NDR, Annemarie Stoltenberg

„Es liegt etwas Märchenhaftes über dieser Begegnung, ganz so, als hätte sie der Erzähler kurz vor oder hinter Göttingen nur geträumt.“
Süddeutsche Zeitung, Christoph Bartmann

„Michael Krügers erfahrungssatter neuer Roman ‚Vorübergehende‘ beschwört den flüchtigen Sinn des Lebens. “
DIE ZEIT, Julia Schröder, 29. November 2018

„Hier zeigt Krüger, dass er Literatur auch als Verschleierungskunst beherrscht.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Kai Spanke

„Ironie und Melancholie, Wehmut und Humor gehören zu Krügers literarischen Ingredienzen. Mit großem Vergnügen also liest sich dieses Buch … es ist immer mit treffsicherer Leichtigkeit formuliert.“
Münchner Merkur, Sabine Dultz

„eine kurze, spannende Geschichte, die dem 74-jährigen Autor viel Raum lässt, lustvoll-weise abzuschweifen in Komisches und Tragisches unserer Gegenwart“
Weilheimer Tagblatt, Magnus Reitinger

„ein reflektierter, verspielt komponierter Roman“
literaturkritik.de, Thorsten Paprotny

„Der lineare Handlungsbogen um ein berührendes Migrantenschicksal dient als Klammer scharfsinniger Gedanken zur desolaten Gegenwartssituation Europas … Für Freunde vielschichtiger Literatur.“
ekz-bibliotheksservice, Lutz Hillingmeier




Michael Krüger

Michael Krüger, geboren 1943 in Wittgendorf/Sachsen-Anhalt, lebt in München und ist zurzeit Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er war viele Jahre Verlagsleiter der Carl Hanser Literaturverlage und Herausgeber der "Akzente" sowie der "Edition Akzente". Er ist Mitglied verschiedener Akademien und Autor mehrerer Gedichtbände, Geschichten, Novellen, Romane und Übersetzungen. Für sein schriftstellerisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel-Preis (1986), den Mörike-Preis (2006) und den Joseph-Breitbach-Preis (2010). Bei Haymon erschienen sein erster Erzählband "Der Gott hinter dem Fenster" (2015), der Roman "Himmelfarb" in einer Neuausgabe bei HAYMONtb (2016), versehen mit einem aktuellen Nachwort des Autors, der Roman "Das Irrenhaus" (2016) sowie zuletzt der Roman "Vorübergehende" (2018).

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