Erminia dell’Oro

Teufelsschlund

Aus dem Italienischen von Andreas F. Müller und Miriam Houtermans

 

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  • EUR 19,90
  • ISBN 978-3-85218-383-1
  • 160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
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Eritrea vor 60 Jahren – ein Land voller Mythen und Geheimnisse, eine im Krieg von den Engländern besetzte italienische Kolonie, gezeichnet vom Gegensatz zwischen arroganten Einwanderern und der bettelarmen einheimischen Bevölkerung – Verhältnisse, wie es sie in den meisten von Europäern beherrschten Gebieten Afrikas und Asiens gab.Die in Eritrea aufgewachsene italienische Autorin erzählt vom Leben… Mehr

Eritrea vor 60 Jahren – ein Land voller Mythen und Geheimnisse, eine im Krieg von den Engländern besetzte italienische Kolonie, gezeichnet vom Gegensatz zwischen arroganten Einwanderern und der bettelarmen einheimischen Bevölkerung – Verhältnisse, wie es sie in den meisten von Europäern beherrschten Gebieten Afrikas und Asiens gab.
Die in Eritrea aufgewachsene italienische Autorin erzählt vom Leben in der Kolonie, von den sozialen und kulturellen Gegensätzen und den Möglichkeiten und Schwierigkeiten, diese zu überwinden. Im Mittelpunkt stehen das Mädchen Lù, ihre italienische Familie und das Städtchen Asmara, von den Italienern „Bosco Fiorito“ genannt. Mit weißen und schwarzen Freundinnen und Freunden erlebt Lù die meist bittere Realität des afrikanischen Alltags, aber auch wunderbare, beinahe zarte Momente und lernt die phantasievollen Geschichten der Einheimischen kennen. So hört sie auch vom „Teufelsschlund“ weit hinterm Horizont und macht sich auf, das Geheimnis zu ergründen…
Erminia dell’Oro balanciert geschickt zwischen Entwicklungsroman und Abenteuergeschichte, mischt stimmungsvolle Passagen mit tragisch-realistischen Szenen und schafft es, das facettenreiche Bild einer fast vergessenen Welt zu zeichnen und dem Leser – gleich ob erwachsen oder jugendlich – die Erfahrung dessen zu vermitteln, was Kolonialismus bedeutet. In einem Nachwort schildert sie, wie es dem leidgeprüften eritreischen Volk weiter erging, und seine heutige Situation.


 

Erminia dell’Oro

Erminia dell’Oro wurde 1938 in Asmara/Eritrea geboren. 1958 verließ sie die ehemalige italienische Kolonie, jetzt Teil des Kaiserreichs Abessinien, und ging nach Mailand, wo sie zunächst journalistisch, später, nach der Geburt von zwei Kindern, in einer großen Buchhandlung arbeitete. Seit den 80er Jahren lebt sie als freie Schriftstellerin in Mailand. Sie schrieb mehrere Kinderbücher und die Romane Asmara addio (Mondadori 1988), L’abbandono (Einaudi 1992) und Fiore di Merara (Einaudi 1993), die alle drei sehr erfolgreich waren und in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Mit Der Tag des Regenbogens (1997) erreicht sie erstmals auch deutschsprachige Leser.

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