Bernhard Setzwein

Die grüne Jungfer

Roman

 

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  • ISBN 978-3-85218-426-5
  • 284 Seiten, broschiert
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Spannend und amüsant erzählt Setzwein von Menschen und Schicksalen entlang der bayerisch-böhmischen Grenzen. Ein Roman in der großen Tradition mitteleuropäischer Literatur.

Der böhmischer Ort Hlavanice, einst nahe der Sperrzone des Eisernen Vorhangs gelegen, rückt durch die Ereignisse des Herbstes ’89 wieder in die Mitte Europas. Über 40 Jahre vergessen von der Geschichte wird er plötzlich wieder zum Schauplatz turbulenten Geschehens. Ein einziger, schwül-heißer Juni-Sommertag wird erzählt, doch an ihm passiert viel: Ein Spitzel der „Geheimen“, über Nacht arbeits- und orientierungslos geworden, versucht sich an seinem Opfer, einem alternden Dissidentenschriftsteller, zu rächen. Ein Baulöwe aus Bayern taucht auf, um ausgerechnet auf dem Gelände eines verfallenen Schlosses illegal eine Hühnerfabrik zu errichten. Dazu braucht er einen Strohmann, den er im seltsamen Onkel Venda seines Hilfsarbeiters Jirí auch findet. Der schlägt sich noch immer mit den geisterhaften Luftmenschen der Vergangenheit herum. Überhaupt wird an diesem auf ein allzu ausgelassenes Dorffest zusteuernden Tag noch einmal die Historie Hlavanices lebendig: die Blütezeit des Schlosses, die Okkupationsjahre unter den Nazis, die Deportation der Juden, die Vertreibung der Sudetendeutschen. Spannend, aber auch amüsant erzählt Bernhard Setzwein in diesem facettenreichen Panorama einer Grenzlandschaft eine typisch mitteleuropäische Geschichte, in der die Akteure von immer neuen Schicksalsschlägen gehörig gebeutelt werden.

Bernhard Setzwein

Bernhard Setzwein, geboren 1960 in München, lebt in Cham. Verschiedene Auszeichnungen, u.a. Bayerischer Staatsförderspreis für Literatur (1998), Poetik-Professur der Universität Bamberg (2004) und Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (2010). Verfasser zahlreicher Bücher, darunter Lyrikbände, Romane (zuletzt die im bayerisch-böhmisch-österreichischen Grenzland spielende Trilogie „Die grüne Jungfer“, Haymon 2003, „Ein seltsames Land“, 2007, und „Der neue Ton“, 2012) sowie sechs Theaterstücke, zuletzt „3165 – Monolog eines Henkers“ (2007). 2010 erschien das Diarium „Das blaue Tagwerk“. Außerdem seit 30 Jahren regelmäßig Hörfunk-Features für den Bayerischen Rundfunk. Bei Haymon: „Das Buch der sieben Gerechten“. Roman (1999), „Nicht kalt genug“. Roman (2000); „Die Grüne Jungfer“. Roman (2003). www.bernhardsetzwein.de

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