Michael Krüger

Das Irrenhaus

Roman

 

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  • ISBN 978-3-7099-7252-6
  • 192 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
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Ein Käfig voller Narren, hinreißend inszeniert von Michael Krüger.

Unverhoffte Erbschaft in Münchner Promiviertel
Dieser Mann ist ein Glückspilz: Von der Tante einer Tante erbt er in bester Lage Münchens ein großes Mietshaus. Also hängt er seinen Job als Archivar an den Nagel, bricht alle Zelte ab und zieht in eine freie Wohnung seines neuen Hauses ein. Unter falschem Namen, versteht sich, immerhin will er dem Müßiggang frönen und sich nicht unnötig mit seinen Mietern herumschlagen. Da hat er die Rechnung ohne die illustre Nachbarschaft gemacht: vom unbeugsamen Derivatehändler und der notorisch einsamen Studienrätin bis zum Vorgänger in seiner Wohnung, ein Schriftsteller, der überall Spuren hinterlassen hat und immer noch sonderbare Post erhält.

Der Schriftsteller und die Stalkerin
Kurzerhand beschließt der Mann, in die Haut des ominösen Autors zu schlüpfen. Er kopiert dessen Schrift, trägt dessen Gedichte vor, eignet sich das Verhalten eines echten Schriftstellers an und erkundet, wie sich dieses neue Leben anfühlt. Bis eines Tages eine Nichte desselben vor der Tür steht, und kurz darauf eine Frau, die behauptet, er habe ihre Werke plagiiert und gestohlen. Was tun? Aus dem Einsamen wird ein Verfolgter. Als die Schlinge sich immer stärker zuzieht, plant er seine Flucht.

Wunderbar hintersinniger und hinreißend komischer Roman von Verlegerlegende Michael Krüger
Nach der „Turiner Komödie“ und dem Erzählband „Der Gott hinter dem Fenster“ legt Autor und Verlegerlegende Michael Krüger sein neues Prosawerk vor: ein vergnüglicher Roman, in dem er wunderbar hintersinnig und hinreißend komisch einen Käfig voller Narren mitten in München porträtiert. Zugleich erzählt er die Geschichte eines Mannes, der mit dem Glück, das ihm in den Schoß fällt, partout nichts anfangen kann …

Pressestimmen

"Das ist ein großartiger, melancholischer, kluger Roman über die Welt, in der wir leben, und die Absurditäten, die uns darin begegnen, die uns aber allzu oft viel zu normal erscheinen, um sie noch zu bemerken. Michael Krüger sieht sie und beschreibt sie ganz wunderbar."
SWR-Lesenswert, Felicitas von Lovenberg

"von scharfen, bisweilen überscharfen Beobachtungen, gewitzten Reflexionen und überraschend lyrischen Momenten"
FAZ, Wolfgang Schneider

"Michael Krüger schreibt mit Witz, Verve und leichter Hand."
NZZ am Sonntag, Manfred Papst

"Michael Krügers ‚Irrenhaus‘ ist gesättigt mit Ironie und parodistischen Anspielungen und damit auch höchst amüsant. Denn natürlich weiss der Autor als langjähriger Verleger eine Menge zu erzählen über die Abgründe der schreibenden Zunft. Und Krüger, das zeigt sich auf jeder Seite, ist ein leichtfüssiger Erzähler, elegant und gescheit. Sein heiterer Skeptizismus ist eine grosse Wohltat und der schönste Ausweg aus dem ‚Irrenhaus‘."
NZZ, Martin Zingg

"Michael Krüger erzählt vom Scheitern, von Gescheiterten und der Fragilität des Seins. Sein ‚Irrenhaus‘ ist ein Kuriositätenkabinett, das er mit kluger, wohltemperierter Stimme beschreibt."
SZ-Magazin

"Ein besonders feiner, ironischer, sowie melancholischer Betrachter menschlichen Treibens."
Bayrischer Rundfunk, Bernhard Setzwein

"Ein ironisches Spiel mit Lebensentwürfen"
Hessischer Rundfunk, Sylvia Schwab

"Eine schöne kleine Satire, eine launige Schnurre, die mit vielen literarischen Motiven spielt."
Nürnberger Nachrichten, Wolf Ebersberger

"brillanter, sprachmächtiger Fabulierer"
NEWS, Heinz Sichrovsky

"ein literarisches Kleinod"
Wienerzeitung, Mathias Ziegler

"… ein mit allen erzählerischen Wassern gewaschenes Vexierspiel, gespickt mit ironischen Späßen und bitterbösen Betrachtungen zur Zeit."
Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner





Michael Krüger

Michael Krüger, geboren 1943 in Wittgendorf/Sachsen-Anhalt, lebt in München und ist zurzeit Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er war viele Jahre Verlagsleiter der Carl Hanser Literaturverlage und Herausgeber der "Akzente" sowie der "Edition Akzente". Er ist Mitglied verschiedener Akademien und Autor mehrerer Gedichtbände, Geschichten, Novellen, Romane und Übersetzungen. Für sein schriftstellerisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel-Preis (1986), den Mörike-Preis (2006) und den Joseph-Breitbach-Preis (2010). Bei Haymon erschienen sein erster Erzählband "Der Gott hinter dem Fenster" (2015), der Roman "Himmelfarb" in einer Neuausgabe bei HAYMONtb (2016), versehen mit einem aktuellen Nachwort des Autors, der Roman "Das Irrenhaus" (2016) sowie zuletzt der Roman "Vorübergehende" (2018).

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