Bernhard Setzwein

Nicht kalt genug

Roman

 

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  • ISBN 978-3-7099-7274-8
  • 160 Seiten, kartoniert
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Nietzsches Sommerfrische in Sils-Maria: „Von der Sehnsucht des Maulwurfs nach dem Adlerauge“.

Von 1881 bis 1888 verbringt Friedrich Nietzsche die Sommermonate in Sils-Maria im Oberengadin, dessen gestochen klare Landschaft und kalte Gebirgsluft ihn in ihren Bann ziehen. Es ist die Zeit, in der Nietzsche bereits zahlreiche freundschaftliche Kontakte abgebrochen hat und die Einsamkeit der gedanklichen Höhenluft sucht. Die Idee des Übermenschen, dessen Adlerauge jenseits menschlichen Gebrechens Wesentliches erspäht, gärt in ihm, er fühlt sich halbblind wie ein Maulwurf, als Gefangener seiner Menschlichkeit, nicht kalt genug für seine eigene Philosophie. Er mietet sich beim Kolonialwarenhändler Durisch ein, mit dessen Tochter Adrienne ihn ein Band des mitleidenden Verstehens verbindet: Auch sie ist von schwacher Natur. Der Philosoph fühlt sich von den einfachen Menschen besser verstanden als von den ihm nachreisenden Schülern und Schülerinnen.

Bernhard Setzwein

Bernhard Setzwein, geboren 1960 in München, lebt in Cham. Verschiedene Auszeichnungen, u.a. Bayerischer Staatsförderspreis für Literatur (1998), Poetik-Professur der Universität Bamberg (2004) und Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (2010). Verfasser zahlreicher Bücher, darunter Lyrikbände, Romane (zuletzt die im bayerisch-böhmisch-österreichischen Grenzland spielende Trilogie „Die grüne Jungfer“, Haymon 2003, „Ein seltsames Land“, 2007, und „Der neue Ton“, 2012) sowie sechs Theaterstücke, zuletzt „3165 – Monolog eines Henkers“ (2007). 2010 erschien das Diarium „Das blaue Tagwerk“. Außerdem seit 30 Jahren regelmäßig Hörfunk-Features für den Bayerischen Rundfunk. Bei Haymon: „Das Buch der sieben Gerechten“. Roman (1999), „Nicht kalt genug“. Roman (2000); „Die Grüne Jungfer“. Roman (2003). www.bernhardsetzwein.de

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