Silke Hassler, Peter Turrini

Jedem das Seine

Ein Volksstück

 

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  • ISBN 978-3-7099-7875-7
  • 112 Seiten, Paperback
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Silke Hassler und Peter Turrini setzen den Opfern der Todesmärsche ein literarisches Denkmal.

Der Versuch, mit Kunst zu überleben
April 1945
: Der Krieg ist fast vorbei, in Wien jubeln die Menschen bereits der ausgerufenen provisorischen Regierung zu, auf der Ringstraße wird getanzt und gefeiert. Zur selben Zeit wird in der österreichischen Provinz eine Gruppe von 20 jüdischen Häftlingen in das Lager Mauthausen getrieben. Auf ihrem qualvollen Fußmarsch werden Sie in einen Stadel gesperrt, die SS-Wachmänner sind längst verschwunden, es gibt kein Entkommen. Sie wissen weder wann noch wie oder ob es überhaupt weitergehen wird.
Alle sind am Ende ihrer Kräfte und ihrer Hoffnungen angelangt, Hunger und Kälte setzen ihnen immer mehr zu. In dieser ausweglosen Situation beschließt einer der Häftlinge, ein Operettensänger aus Budapest, gemeinsam mit seinen Leidensgenossen das Stück „Wiener Blut“ einzustudieren. Ohne Kostüme, ohne Musikinstrumente, aber voller Enthusiasmus beginnen sie mit den Proben …



Ein verdrängtes Kapitel österreichischer Geschichte
In den letzten Kriegswochen im Frühjahr 1945 wurden Tausende ungarische Juden nach Mauthausen deportiert. Auf langen Fußmärschen durch Österreich mussten sie unbeschreibliche Qualen erleiden. Ein Akt der Grausamkeit, der lange Zeit nicht aufgearbeitet, sondern einfach verdrängt wurde.
Im Theaterstück „Jedem das Seine“ setzen Silke Hassler und Peter Turrini den Opfern der Todesmärsche während des Zweiten Weltkriegs ein berührendes literarisches Denkmal. Behutsam verbinden sie die Tragik der historischen Fakten mit Komik und Sprachwitz. Gemeinsam mit ihren Figuren lassen sie die Leser in die Welt der Literatur und Musik eintauchen und die grausame Realität, die außerhalb der Scheune wütet, für einige Momente vergessen.


„Die Welt da draußen will uns töten. Deshalb müssen wir so tun, als wären wir in einer anderen.“

Silke Hassler

Silke Hassler, geboren 1969 in Klagenfurt, studierte Literaturwissenschaft in Wien und London. Sie schreibt Theaterstücke und Libretti, die in viele Sprachen übersetzt und im In- und Ausland aufgeführt wurden. 2005 wurde sie mit dem Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur ausgezeichnet.

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Peter Turrini

Peter Turrini, geboren 1944 in St. Margarethen in Kärnten. Mit seinen Theaterstücken und Drehbüchern gilt er als einer der führenden deutschsprachigen Dramatiker der Gegenwart, er verfasst zudem Gedichte und Essays. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und seine Stücke weltweit gespielt. Zudem wurde Peter Turrini mehrfach ausgezeichnet, zuletzt etwa mit dem Vinzenz-Rizzi-Preis (2014) oder dem Nestroy-Theaterpreis für sein Lebenswerk (2011). Bei HAYMONtb sind seine Stücke "Jedem das Seine“ (gemeinsam mit Silke Hassler, 2016), "Sieben Sekunden Ewigkeit" (2017) und "Fremdenzimmer" (2018) erschienen, bei Haymon die von Gerhard Haderer gezeichnete Graphic Novel "Rozznjogd" (2018). Zu seinem 75. Geburtstag im September 2019 erscheint die von Christine Rigler verfasste Biographie "Diese Komödie ist eine Tragödie. Werk und Leben des Schriftstellers Peter Turrini".

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