Dietmar Schönherr, Eberhard Sauermann

Die blutroten Tomaten der Rosalía Morales

Ein Nicaragua-Roman oder Das Zerbrechen einer Illusion

 

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  • ISBN 978-3-7099-7882-5
  • 224 Seiten, Paperback
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Dietmar Schönherrs Nicaragua-Roman – die Geschichte einer unglücklichen Liebe.

Zwiesprache in der Zwickmühle
Was macht ein Europäer in einem Gefängnis mitten in Nicaragua? Die Gesetze in Mittelamerika sind andere als zuhause, wie Chele feststellen muss. Ein harmloser Vorfall bei einer Demonstration am Marktplatz von Granada bringt Chele den Zorn des Bürgermeisters und damit eine Haftstrafe ein. Bald kommt er mit dem Gefängniswärter ins Gespräch und beginnt von seinen Erlebnissen und Erfahrungen in Nicaragua zu erzählen: Manchmal wütend und befremdet, manchmal amüsiert, stets aber respektvoll beschreibt er den Alltag in einem Land, das geprägt ist von Bürgerkrieg, Naturkatastrophen und Armut. Dass dabei nicht alles mit politisch rechten Dingen zugeht, erkennt auch Chele und versucht das Land, trotz aller Hindernisse, verstehen und lieben zu lernen

Schönherr porträtiert die jüngere Geschichte Nicaraguas
Der Regisseur und Schauspieler Dietmar Schönherr stellt mit Humor und Blick auf die kleinen Dinge den Alltag in Nicaragua aus der Sicht eines Fremden dar – so, wie ihm selbst das Land bei seinen vielen Aufenthalten begegnete. Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt er von einem Mann, der gehofft hat, in Mittelamerika eine unschuldige, heile Welt vorzufinden – und der zwar seine Illusionen, nicht aber seine Liebe zu Nicaragua verloren hat.

Das Zerbrechen einer Illusion
Schönherrs Liebe zu Nicaragua entflammte in den 1980er Jahren, der Ära der Sandinisten, als das Land für viele Europäer die Verwirklichung eines perfekten sozialistischen Staates darstellte. Bald aber hat sich herausgestellt, dass die sandinistische Regierung auch Schattenseiten wie Korruption und eine stagnierende wirtschaftliche Entwicklung mit sich brachte – und die Illusion zerbrach. Schönherr hat seine Enttäuschung darüber sowie seine unerschütterliche Liebe für das mittelamerikanische Land in diesem Roman festgehalten.

Erstmals umfassend kommentierte Ausgabe
„Die blutroten Tomaten der Rosalía Morales“ ist vor allem durch die Erfahrungen Dietmar Schönherrs im Zuge diverser Solidaritätsprojekte in Nicaragua geprägt und erscheint nun erstmals mit einem umfassenden Kommentar. Darin erläutert der Herausgeber Eberhard Sauermann, gestützt durch zahlreiche Fakten und Hintergrundinformationen, die Entstehung des Romans.

Pressestimmen

„Mit Kenntnis und Witz versammelt Dietmar Schönherr Anekdoten aus seinem Leben in Nicaragua. Zwischen Träumen, Klischees und ernüchternden Erkenntnissen lernt der Leser die Liebe des Erzählers kennen.“
DIE WELT, Christoph Klimke

„Schönherr erzählt, manchmal augenzwinkernd, manchmal in traurigem Tonfall, von dem chaotischen Alltag, von Korruption, von kleinen und großen Geschäftemachern, aber auch von herzensguten, wunderschönen Frauen und ehrlichen Männern.“
FAZ, Anke Schipp


Dietmar Schönherr

Dietmar Schönherr, geboren 1926 in Innsbruck und gestorben 2014 auf Ibiza, war als Schauspieler, Regisseur, Moderator sowie Übersetzer bekannt. Als Schriftsteller verfasste er mehrere Romane, von denen zwei in Nicaragua spielen - eine Region, der Schönherr sich zeitlebens verbunden fühlte und wo er verschiedene Solidaritätsprojekte unterstützte. Schönherrs Liebe zu dem Land entflammte in den 1980ern, als viele an die Verwirklichung eines perfekten sozialistischen Staates dort glaubten. Den Verlust dieser Illusion hat er in seinem Werk "Die blutroten Tomaten der Rosalía Morales", das 2017 als kommentierte Neuausgabe bei HAYMONtb erscheint, verarbeitet.

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Eberhard Sauermann

Eberhard Sauermann, geboren 1949 in Feldkirch, studierte Germanistik und Geschichte in Innsbruck und war bis zu seiner Pensionierung ao. Univ.-Prof. am Forschungsinstitut Brenner-Archiv sowie am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck. Er ist Herausgeber der Innsbrucker Trakl-Ausgabe und verfasste zahlreiche Publikationen über Georg Trakl, die Zeitschrift Der Brenner, Franz Fühmann und Kriegsdichtung, zuletzt Die Rezeption Georg Trakls in Zeiten der Diktatur über die Stigmatisierung, Instrumentalisierung und Anerkennung Trakls in der NS-Zeit und der DDR.

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