Joseph Zoderer

Das Haus der Mutter

Theaterstück und Erzählung

9,95 *

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  • ISBN 978-3-7099-7894-8
  • 96 Seiten, Paperback
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Artikelnummer: 7894 Kategorie:

Ein fesselnder Monolog über das Altern, die Einsamkeit und eine große Liebe.

„Wenn es in meinen Ohren rauscht, dann dröhnt es in meinem Herzen.
Das ist kein Rauschen in den Wipfelblättern der Promenadenbäume.
Es kann auch in einer Linzertortenschnitte stecken.
Ich ersticke fast daran.
Aber wie soll ich das dem Florian erklären?
Da lässt er mich gleich in die nächste Anstalt stecken.“


Eine Frau zieht sich zurück
Eine alternde Mutter baut sich jeden Abend in ihrem Zimmer eine eigene Welt aus Kartonschachteln, in der sie sich versteckt. Nachts schleicht sie mit der Taschenlampe durch das Haus, das sie gemeinsam mit Tochter, Schwiegersohn und Enkel bewohnt. Vor ihren Kindern und der Außenwelt, die ihr mit Unverständnis begegnen, will sie sich schützen. Der ständige Begleiter der Frau: das Gefühl, nicht verstanden, nicht für voll genommen, aber dafür beobachtet und belauert zu werden. In das trostlose Leben mischen sich Erinnerungsfetzen an eine glückliche, aber nicht immer einfache Vergangenheit: das Leben mit dem geliebten Mann, das Aufwachsen der Kinder – aber auch der Krieg mit den Nächten im Luftschutzkeller.


Über das Glück des Lebens und das Leid des Alterns
Basierend auf einer Erzählung aus Joseph Zoderers vielbeachtetem Band „Der Himmel über Meran“, gibt der Autor in seinem Stück Einblick in einen rätselhaften Kosmos. Die Mutter berichtet vom Glück der Liebe, aber auch von ihrem Verlust, vom Reichtum des Lebens – und von seinem Schwinden. Gleichzeitig ist Zoderers Stück ein eindrückliches Zeitzeugnis von Südtirol zur Mitte des 20. Jahrhunderts: Faschismus, Nationalsozialismus und Option, nicht enden wollende Nächte im Luftschutzkeller, die Hunger- und Nachkriegszeit. Ein schmerzvoller Bericht über ein Leben, das reich an Entbehrungen, Angst, Glück und Liebe war, und nun seinem Ende zugeht.


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Mit der zugrunde liegenden Erzählung, Probenfotos und Gesprächen zwischen Autor, Dramaturgin und Regisseur.

Premiere des Theaterstücks im Stadttheater Bruneck am 8.10.2017
Aufführungen im Theater in der Altstadt in Meran am 24. und 25.10.2017
und in den Vereinigten Bühnen Bozen am 26. und 27.10.2017

Joseph Zoderer
Das Haus der Mutter
Theaterstück und Erzählung
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  • ISBN 978-3-7099-7894-8
  • 96 Seiten, Paperback
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  • Erscheinungstermin: 26.09.2017
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Joseph Zoderer

Joseph Zoderer wurde 1935 in Meran geboren und lebte zuletzt als freier Schriftsteller in Bruneck. Er studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Theaterwissenschaften und Psychologie in Wien und erhielt für sein literarisches Schaffen bereits zahlreiche Auszeichnungen, u. a. die Ehrengabe der Weimarer Schillerstiftung (2001), den Hermann-Lenz-Preis (2003) und den Walther-von-der-Vogelweide-Preis (2004). Seit 2015 wird das Werk von Joseph Zoderer, einem der führenden Erzähler der Gegenwartsliteratur, in Einzelbänden neu aufgelegt. In Zusammenarbeit mit Johann Holzner, dem Brenner-Archiv Innsbruck und Sieglinde Klettenhammer wird jeder Band durch ein Nachwort sowie interessante Materialien aus dem Vorlass des Autors ergänzt. Im Rahmen dieser Werkausgabe sind bisher die Romane „Das Schildkrötenfest“ (2015), „Dauerhaftes Morgenrot“ (2015), „Die Walsche“ (2016) und „Lontano“ (2017) erschienen, 2020 folgte „Der Schmerz der Gewöhnung“. Erschienen bei Haymon sind außerdem „Das Glück beim Händewaschen“. Roman (HAYMONtb 2009), „Die Farben der Grausamkeit“. Roman (2011, HAYMONtb Neuauflage 2014), „Mein Bruder schiebt sein Ende auf“. Zwei Erzählungen (2012), die Gedichtbände „Hundstrauer“ (2013) und „Die Erfindung der Sehnsucht“ (2017) sowie „Das Haus der Mutter“. Theaterstück und Erzählung (HAYMONtb 2017) und der Roman „Der Irrtum des Glücks“ (2019). 2022 erschien Joseph Zoderers neuer Gedichtband „Bäume im Zimmer“ im Haymon Verlag. Im Februar 2022 wurde dem Autor das Ehrenzeichen des Landes Tirol von der Tiroler Landesregierung verliehen. Joseph Zoderer verstarb im Juni 2022.

Alle Bücher von Joseph Zoderer

"Ein intensives Stück über Alter und Erinnerung, Einsamkeit und Abschiednehmen." Dolomiten, Margit Oberhammer