Ein außergewöhnliches Leben zwischen Dichtung und Weltverbesserung
Autodidakt, Sozialreformer und einer der eigenwilligsten österreichischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts
Franz Michael Felder (1839–1869), der Bauernsohn aus Schoppernau im hinteren Bregenzerwald in Vorarlberg, brachte es mit seiner außerordentlichen Ideenreichtum und seinem sozialen wie politischen Engagement schon zu Lebzeiten zu großer Bekanntheit: als Dichter und Volksaufklärer, als Sonderling und Weltverbesserer. Der hochbegabte Autodidakt setzte sich nicht nur mit Literatur auseinander, sondern auch mit den sozialen und politischen Verhältnissen seiner Zeit. Sein schicksalhaftes Leben und sein früher Tod führten rasch zu einer bis heute anhaltenden intensiven Gedenkkultur.
Ein Vermächtnis, das bis heute weiterlebt
Seit 2003 gibt es das Felder-Museum in seinem Heimatdorf, das dem Vorarlberger Sozialreformer und Literaten gewidmet ist. Die Ausstellung ist als literarische Gedenkstätte konzipiert und verbindet mittels Zitaten, Bildern und Texten, Licht und Klang Felders Leben und Werk mit dem historischen Ort Schoppernau. Der umfangreiche Katalog dokumentiert nicht nur die Ausstellung, sondern gibt auch Einblick in Felders Vita, sein literarisches Werk und sein gesellschaftliches Engagement. Damit ist er ein idealer Einstieg, um Franz Michael Felder, seine Zeit und seine Bedeutung für Vorarlberg kennenzulernen.
