Körper kaufen

Warum wir über Prostitution sprechen müssen – ein Aufruf zur Solidarität

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ISBN 978-3-7099-8296-9
ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: 08.10.2026
Artikelnummer: 8296
Auch als Ebook erhältlich

Nicht. Frei. Verfügbar.

Solidarität statt Systemunterstützung! Über Prostitution im Patriarchat und Wege zu mehr Gleichstellung und Selbstbestimmung
Prostitution polarisiert, sie ist komplex, emotional aufgeladen und Fakt ist: Es wird sie immer geben – genauso wie die Debatten, die sie begleiten, und die Strukturen, in denen sie existiert und funktioniert. Umso wichtiger ist es, dass wir uns den damit einhergehenden Diskursen feministisch nähern.
Das Patriarchat zieht im Konstrukt Prostitution die Fäden. Es zementiert Rollenbilder, verteilt Macht (ungleich) und verhindert wahre Gleichstellung. In „Körper kaufen" beleuchtet Olivia Frei diese Gegebenheit als Teil und Produkt verfestigter Hierarchien und verdeutlicht, dass sie nicht isoliert existiert, sondern untrennbar mit Mechanismen der Unterdrückung verbunden ist.

Choice Feminism – wie frei ist die Wahl wirklich und für wen?
Sexualität und Sex finden in einem Machtgefüge statt, das Körper zur Ware macht und – vor allem – männliche Anspruchshaltungen normalisiert. In dieser Ordnung, die sowohl auf Ausbeutung als auch kapitalistischen Logiken fußt, und jene, die ausbeuten, mit Privilegien belohnt, stellt Olivia Frei die Fragen: Welche Beweggründe stecken hinter individuellen Entscheidungen zur Prostitution? Können wir immer von echter Female Choice sprechen, wenn diese Entscheidungen in einem System getroffen werden, das wenig Wahl offenlässt? Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, in der alle Personen echten „freien" Sex haben können?



Jetzt ist der Zeitpunkt, genauer hinzuschauen
Basierend auf Gesprächen mit Frauen mit Prostitutionserfahrung erkundet Olivia Frei feministische Perspektiven auf Prostitution und liefert eine reflektierte Auseinandersetzung auf Augenhöhe. „Körper kaufen" ist ein roher Blick auf Sexarbeit. Eine Infragestellung bestehender Machtverhältnisse und deren Funktionsweisen. Ein Aufruf zu mehr Bewusstsein, zur Solidarität mit Betroffenen und nicht zuletzt: ein Aufruf zum Handeln. Lösungsansätze und -ideen existieren bereits. Es ist an der Zeit, sie genauer zu beleuchten und umzusetzen.


„Mit Empathie und ebenso viel Mut plädiert Olivia Frei für einen Feminismus, der sich von postfeministisch-neoliberalen Illusionen von Freiheit und Empowerment verabschiedet. ,Körper kaufen‘ stellt sich konsequent solidarisch an die Seite von Frauen in der Prostitution. Eine Solidarität, die voraussetzt, Prostitution als kapitalistisch-patriarchales Ausbeutungssystem zu analysieren, sowie Gewalt – und Abhängigkeitsverhältnisse klar zu benennen."
Beatrice Frasl

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