Logbuch der Gegenwart

Taumeln

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ISBN 978-3-7099-7233-5
168 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: 04.08.2016
Artikelnummer: 7233
Auch als Ebook erhältlich

Aufrüttelnde Literatur am Puls der Zeit: brisant, stimmungsvoll und hautnah.

Authentisch, unvermittelt und hautnah
Ein bestimmter Tag im Jahr, ein bestimmter Ort auf der Welt: Für sein einzigartiges "Logbuch der Gegenwart" geht Aleš Šteger dorthin, wo die Wunden unserer Zeit klaffen. Jeweils exakt zwölf Stunden nimmt er sich, um seine Eindrücke festzuhalten, die durch seine Augen und Hände direkt aufs Papier fließen. So entstehen seltene Momente der Wachheit, die den Leser/die Leserin direkt ins Herz unserer Gegenwart führen.

Ein Logbuch unserer Zeit, unserer Welt
Ljubljana, Platz der Republik, am Tag des prophezeiten Weltuntergangs; Minamisōma nahe dem Atomkraftwerk von Fukushima; Mexico City während einer Demonstration gegen den Umgang der Regierung mit dem Mord an 43 Studenten; Belgrad, Busstation, Zwischenstopp syrischer Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Ungarn - mit einem Blick durch seine Augen führt uns Šteger direkt in das Herz des Phänomens.

Der Blick des Dichters trifft auf nüchterne Realität
Als einer der bedeutendsten slowenischen Gegenwartsautoren macht sich Aleš Šteger seine Sprachbegabung zunutze, um hochbrisante Themen, Schauplätze und Schicksale unserer Zeit literarisch einzufangen: authentisch, unvermittelt und hautnah.
Mit einem Vorwort von Péter Nádas und vielen Fotoaufnahmen des Autors an den Schauplätzen.

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Autor*innen
Foto: © Haymon Verlag / Fotowerk Aichner
Aleš Šteger
Aleš Šteger, geboren 1973 in Ptuj, ist ein slowenischer Dichter, Schriftsteller und Lektor. Er veröffentlichte bislang mehrere Lyrik- und Prosabände, zuletzt seine Erzählungen „Das Lachen der Götter" (2016). Für seine Gedichte und Essays, die in viele Sprachen übersetzt und weltweit in über 200 Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden, erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1998 den Veronika-Preis, 2008 den Rožanc-Preis, 2011 den Best Translated Book Award für seinen Gedichtband „Buch der Dinge", 2016 den Horst-Bienek-Preis. Zudem übersetzt er aus dem Deutschen, Englischen und Spanischen, u. a. Werke von Gottfried Benn, Peter Huchel und Ingeborg Bachmann. 2016 erschien „Logbuch der Gegenwart - Taumeln" bei Haymon, der erste Band zu seinem hochaktuellen „Logbuch der Gegenwart"-Projekt - hochbrisante Themen, Schauplätze und Schicksale unserer Zeit durch die Augen des Dichters. 2019 erschien der zweite Band "Aufbrechen". Im Frühjahr 2024 folgt der Abschluss der „Logbuch-Trilogie" mit „Aufgehen". Alle drei Logbücher wurden aus dem Slowenischen von Matthias Göritz übersetzt.
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Matthias Göritz
Matthias Göritz, geboren 1969, ist vielfach ausgezeichneter Lyriker, Theaterautor, Übersetzer und Romancier und lebt in Offenbach. Er veröffentlichte u. a. die Romane „Der kurze Traum des Jakob Voss“ (2005), für den er den Mara-Cassens-Preis erhielt, und „Träumer und Sünder“ (C.H.Beck, 2013), der mit dem Robert- Gernhardt-Preis ausgezeichnet wurde. Sein jüngster Gedichtband „Tools“ erschien 2012. 2014 erhielt Göritz den William H. Gass Award und lehrt derzeit an der Washington University in St. Louis, USA. Für Haymon übersetzte er alle drei Logbücher von Aleš Šteger, „Taumeln" (2016), „Aufbrechen" (2019) und „Aufgehen (2024).
Pressestimmen

“ein ästhetisch-politisches Projekt, das auch in den nächsten Jahren für Aufmerksamkeit sorgen wird.”
SWR, Carsten Otte

“wichtigster slowenischer Schriftsteller seiner Generation”
DIE WELT, Richard Kämmerlings

“Im Wechsel von Landschaftsbeschreibung und Reflexion findet Šteger Sätze, die den Bildern, die in den Medien verbreitet wurden, eine andere Sichtweise entgegenhalten.”
Süddeutsche Zeitung, Nico Bleutge

“hochtalentiert”
NZZ, Ilma Rakusa

“Ein sehr poetisches Buch”
WDR, Terry Albrecht

“Ales Steger hat die sicheren Grenzen seines Schreibtisches verlassen, sich dem Ungewissen, der Unruhe, der dauernden Möglichkeit unterbrochen zu werden, ausgesetzt und das Scheitern riskiert. Gescheitert ist er aber nicht. Sein ‚Logbuch‘ schafft es, uns den kalten Wind fühlen zu lassen, der uns von den diversen Eisbergen anweht, auf die wir während unserer gemeinsamen Schiffsreise derzeit zusteuern.”
Kulturaustausch, Doris Akrap

“Analyse geopolitischer Verwerfungen oder neokolonialer Gräuel wollen Ales Stegers Texte nicht sein. Antworten geben sie nicht. Aber sie lehren genaues Hinsehen.”
Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner

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