„Und doch das Schweigen verloren“

Ausgewählte Erzählungen 1956–2012. Mit unveröffentlichten Texten aus dem Nachlass

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ISBN 978-3-7099-8248-8
600 Seiten, gebunden
Erscheinungsdatum: 13.05.2027
Artikelnummer: 38248

Und nebenbei geht es ums Ganze

Erzählungen vom Alltäglichen und dem Existenziellen
Von der Melancholie eines Novembertags in Wien bis zur absurden Suche nach einem gestohlenen Schnitzel, von der schwierigen Entscheidung, seine Heimat zu verlassen, bis zum stillen Ende einer Beziehung: Joseph Zoderers Erzählungen kreisen um die großen Fragen des Lebens, die sich nicht selten gerade in kleinen, unscheinbaren Situationen zeigen. Er schreibt von Identität und Entfremdung, von inneren wie äußeren Brüchen und nicht zuletzt von der schwierigen Suche nach gegenseitigem Verstehen.

Joseph Zoderers Kurzprosa in einem Band
Der sechste Band der Werkausgabe gibt einen umfangreichen Einblick in Zoderers auch formal vielfältige Kurzprosa und vereint erstmals die bekannten autofiktionalen Erzählungen wie „Wir gingen“, „Mein Bruder schiebt sein Ende auf“ oder „Der Himmel über Meran“ mit bisher nur verstreut publizierten sowie noch unveröffentlichten Texten aus dem Nachlass des 2022 verstorbenen Südtiroler Ausnahmeautors.

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Autor*innen
Foto von Joseph Zoderer
Foto: © Max Lautenschläger
Joseph Zoderer
Joseph Zoderer wurde 1935 in Meran geboren und lebte zuletzt als freier Schriftsteller in Bruneck. Er studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Theaterwissenschaften und Psychologie in Wien und erhielt für sein literarisches Schaffen bereits zahlreiche Auszeichnungen, u. a. die Ehrengabe der Weimarer Schillerstiftung (2001), den Hermann-Lenz-Preis (2003) und den Walther-von-der-Vogelweide-Preis (2004). Seit 2015 wird das Werk von Joseph Zoderer, einem der führenden Erzähler der Gegenwartsliteratur, in Zusammenarbeit mit dem Brenner-Archiv Innsbruck in Einzelbänden neu aufgelegt. Im Rahmen dieser Werkausgabe sind bisher die Romane „Das Schildkrötenfest“ (2015), „Dauerhaftes Morgenrot“ (2015), „Die Walsche“ (2016) und „Lontano“ (2017) erschienen, 2020 folgte „Der Schmerz der Gewöhnung“. Im Mai 2027 erscheint der sechste Band, „‚Und doch das Schweigen verloren ‘“, der sich Zoderers Kurzprosa widmet. Erschienen bei Haymon sind außerdem „Das Glück beim Händewaschen“. Roman (HAYMONtb 2009), „Die Farben der Grausamkeit“. Roman (2011, HAYMONtb Neuauflage 2014), „Mein Bruder schiebt sein Ende auf“. Zwei Erzählungen (2012), die Gedichtbände „Hundstrauer“ (2013) und „Die Erfindung der Sehnsucht“ (2017) sowie „Das Haus der Mutter“. Theaterstück und Erzählung (HAYMONtb 2017) und der Roman „Der Irrtum des Glücks“ (2019). 2022 erschien Joseph Zoderers neuer Gedichtband „Bäume im Zimmer“ im Haymon Verlag. Im Februar 2022 wurde dem Autor das Ehrenzeichen des Landes Tirol von der Tiroler Landesregierung verliehen. Joseph Zoderer verstarb im Juni 2022.
Irene Zanol
Irene Zanol, Mag., ist seit 2025 Senior Scientist am Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck.
Sieglinde Klettenhammer
Ao. Univ.-Prof. Dr. Sieglinde Klettenhammer ist Dozentin am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck, Abteilung Neuere deutsche Literaturwissenschaft.