Andrej Kurkow, Claudia Dathe

Die Welt des Herrn Bickford

Roman

22,90 *

  • lieferbar
  • ISBN 978-3-7099-7281-6
  • 408 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
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Vor dem großen Knall: die letzte Satire der Sowjetunion.

Skurril, skurriler, Sowjetunion: Willkommen in Absurdistan!
In der Nachkriegs-Sowjetunion wandert der junge Matrose Charitonow mit einer endlos langen Bickford-Zündschnur in der Tasche westwärts durch die Taiga – am anderen Ende der Schnur: ein gestrandeter Kahn voller Dynamit. Als wäre dieses Abenteuer nicht schon surreal genug, trifft er auf seinem Weg nach Leningrad auf ein Land im Ausnahmezustand: Menschen, die sich in einem ewigen Krieg und vom Feind umzingelt glauben; Orchestermusiker, die wegen angeblich schief gespielter Töne in einem „Muslag“ gefangen gehalten werden; eine namenlose und auf Karten nicht auffindbare Stadt, in der ausschließlich Zwangsjacken hergestellt werden. Der gutgläubige Charitonow sucht die Nähe der Menschen, doch stößt er bald an die Mauern der „sowjetischen Mentalität“ …


Grotesk-düsteres Leben in der Endlosschleife: die Seele des „homo sovieticus“
Charitonow wird mit einer Reihe von bizarren Charakteren konfrontiert, die das unwirtliche Riesenreich der Sowjetunion und seine unbarmherzige Ideologie hervorgebracht haben. In einer Welt zwischen Stalin und „Tauwetter“, zwischen Terror und erstickten Hoffnungen auf Reformen kommen dem Matrosen Zweifel: an seinem Vorhaben, an der Richtigkeit des Systems, das er und seine Mitmenschen am Laufen halten. Kann er in so einer Welt der Menschheit überhaupt Nutzen bringen? Charitonow bewegt sich immer weiter Richtung Westen, und in ihm keimt langsam der Gedanke, ob er nicht einfach alles in die Luft sprengen sollte.


Andrej Kurkows Blick durch die satirische Brille: der „sowjetischen Mentalität“ auf der Spur
Auf dieser märchenhaft-melancholischen Reise durch die Taiga erkundet der ukrainische Bestsellerautor Andrej Kurkow die „sowjetische Mentalität“, die noch heute die Geschicke Russlands lenkt. Ein schmerzhaft-satirischer Roman, der hilft zu verstehen, warum Russland so tickt, wie es tickt.

Andrej Kurkow, Claudia Dathe
Die Welt des Herrn Bickford
Roman
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  • ISBN 978-3-7099-7281-6
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  • Erscheinungstermin: 17.01.2017
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Andrej Kurkow

Andrej Kurkow wurde 1961 in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, geboren und lebte bis vor dem Angriffskrieg auf die Ukraine in Kyjiw. Er studierte Fremdsprachen (spricht insgesamt elf Sprachen), war Zeitungsredakteur und während des Militärdienstes Gefängniswärter. Danach wurde er Kameramann und schrieb zahlreiche Drehbücher. Seit 1996 ist er freier Schriftsteller und arbeitet für Radio und Fernsehen. Romane wie „Picknick auf dem Eis“ (1999) und „Der Milchmann in der Nacht“ (2009) machten ihn einem breiten Publikum bekannt. Er gehört zu den im deutschsprachigen Raum beliebtesten Schriftsteller*innen aus der Ukraine und ist ein begnadeter Erzähler: vom Skurrilen und Schmerzhaften, von Mut und Hoffnung, vom Gestern und Heute und dem, was uns und die Zeiten verbindet. Bei Haymon erschien die „Geografie eines einzelnen Schusses“, bestehend aus den drei Romanen „Der wahrhaftige Volkskontrolleur“ (2011) (aus dem Russischen von Kerstin Monschein), „Der unbeugsame Papagei“ (2013) (aus dem Russischen von Sabine Grebing) und „Die Kugel auf dem Weg zum Helden“ (2015) (aus dem Russischen von Claudia Dathe). Außerdem erschien der Band „Ukrainisches Tagebuch. Aufzeichnungen aus dem Herzen des Protests“ (2014) (aus dem Russischen von Steffen Beilich) sowie seine Romane „Die Welt des Herrn Bickford“ (2017) (aus dem Russischen von Claudia Dathe) und „Kartografie der Freiheit“ (2018) (aus dem Russischen von Claudia Dathe). 2022 erscheinen bei Haymon Andrej Kurkows Aufzeichnungen aus der Ukraine: „Die Vermessung des Krieges“ (aus dem Russischen von Rebecca DeWald).

Alle Bücher von Andrej Kurkow

Claudia Dathe

Claudia Dathe arbeitet als freiberufliche Übersetzerin aus dem Russischen und Ukrainischen. Sie studierte Übersetzungswissenschaft (Russisch und Polnisch) in Leipzig, Pjatigorsk und Krakau und arbeitete für den Deutschen Akademischen Austauschdienst in Kasachstan und der Ukraine. Sie übersetzte Bücher von u. a. Andrej Kurkow, Serhij Zhadan, Oleksandr Irwanez, Tanja Maljartschuk und Maria Matios ins Deutsche. 2020 erhielt sie den Drahomán Preis. Für Haymon übersetzte sie: Maria Matios' „Darina, die Süße” (2014), Oleksij Tschupas „Märchen aus meinem Luftschutzkeller” (2019) aus dem Ukrainischen und Andrej Kurkows „Die Kugel auf dem Weg zum Helden” (2015), „Die Welt des Herrn Bickford” (2017) und „Kartografie der Freiheit” (2019) aus dem Russischen.

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"Andrej Kurkows jetzt auf Deutsch zu lesender Roman ‚Die Welt des Herrn Bickford‘ erkundet satirisch die ‚sowjetische Mentalität‘." 3sat Kulturzeit "ein turbulenter Roman" Neues Deutschland