Bäume im Zimmer

Gedichte

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ISBN 978-3-7099-8161-0
88 Seiten, gebunden
Erscheinungsdatum: 17.02.2022
Artikelnummer: 8161
Auch als Ebook erhältlich

„In meiner Brust wachsen Bäume.“: Während die Welt zum Zimmer schrumpft, entfaltet sich in Joseph Zoderers Gedichten das Leben.

„Mit den Händen / die Nachterde betasten / darin versteckt sich / das Licht.“
Joseph Zoderers Gedichte führen in einen Kosmos, der sich immer weiter verengt – die Welt wird zum Zimmer, der Horizont durch die Fenster begrenzt. Doch was sich in diesem reduzierten Raum entfaltet, ist nichts weniger als das Leben selbst: Liebe und Schmerz, Sehnsucht und Verzweiflung, die Befragung der Vergangenheit und das unbarmherzige Wissen um den Tod. Joseph Zoderer öffnet mit wenigen Worten Türen in sinnliche Welten: zu den Erinnerungen an gelebte Leben und geliebte Lieben, in das Wandeln zwischen Nacht und Tag, zwischen Wachheit und Traum.


Joseph Zoderers Lyrik: zartfühlend und unbarmherzig zugleich.
Joseph Zoderer ist ein begnadeter Sprachkünstler, der in seiner Dichtung tief in den Kern des Menschseins vordringt. Diese Kraft wird dort am deutlichsten, wo sich die Literatur auf das Wesentliche reduziert: in der Lyrik. Ihre poetische Energie schöpfen Joseph Zoderers Gedichte aus dem Dialog mit der Natur. Und wie selbstverständlich wird in der Isolation das Unmögliche zur Wirklichkeit, strömen Flüsse durchs Haus und ziehen Kormorane an der Zimmerdecke entlang. Das stetige Werden und Vergehen der Natur wird zum Bild für die Einsamkeit und Vergänglichkeit jeder Existenz, für die Unabdingbarkeit des Todes – aber zugleich auch für das ungebrochene Beharren auf dem Leben.

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Autor*in
Foto: © Max Lautenschläger
Joseph Zoderer
Joseph Zoderer wurde 1935 in Meran geboren und lebte zuletzt als freier Schriftsteller in Bruneck. Er studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Theaterwissenschaften und Psychologie in Wien und erhielt für sein literarisches Schaffen bereits zahlreiche Auszeichnungen, u. a. die Ehrengabe der Weimarer Schillerstiftung (2001), den Hermann-Lenz-Preis (2003) und den Walther-von-der-Vogelweide-Preis (2004). Seit 2015 wird das Werk von Joseph Zoderer, einem der führenden Erzähler der Gegenwartsliteratur, in Einzelbänden neu aufgelegt. In Zusammenarbeit mit Johann Holzner, dem Brenner-Archiv Innsbruck und Sieglinde Klettenhammer wird jeder Band durch ein Nachwort sowie interessante Materialien aus dem Vorlass des Autors ergänzt. Im Rahmen dieser Werkausgabe sind bisher die Romane „Das Schildkrötenfest“ (2015), „Dauerhaftes Morgenrot“ (2015), „Die Walsche“ (2016) und „Lontano“ (2017) erschienen, 2020 folgte „Der Schmerz der Gewöhnung“. Erschienen bei Haymon sind außerdem „Das Glück beim Händewaschen“. Roman (HAYMONtb 2009), „Die Farben der Grausamkeit“. Roman (2011, HAYMONtb Neuauflage 2014), „Mein Bruder schiebt sein Ende auf“. Zwei Erzählungen (2012), die Gedichtbände „Hundstrauer“ (2013) und „Die Erfindung der Sehnsucht“ (2017) sowie „Das Haus der Mutter“. Theaterstück und Erzählung (HAYMONtb 2017) und der Roman „Der Irrtum des Glücks“ (2019). 2022 erschien Joseph Zoderers neuer Gedichtband „Bäume im Zimmer“ im Haymon Verlag. Im Februar 2022 wurde dem Autor das Ehrenzeichen des Landes Tirol von der Tiroler Landesregierung verliehen. Joseph Zoderer verstarb im Juni 2022.
Pressestimmen

„Dem Autor gelingt es, in den bitteren Schluss noch etwas Glanz zu legen.“
FAZ, Harald Hartung

„Joseph Zoderer legt einen Gedichtband vor, der seinesgleichen sucht …“
Dolomiten, Helmut Groschup

„In Zoderers knappen Gedichten herrscht Zuwendung und Erstaunen, jedoch nicht Verklärung. Denn Realismus liegt Zoderer näher als Romantizismus.“
APA – Austria Presse Agentur, Wolfgang Huber-Lang

„Vielen Töne, auch Zwischentöne klingen aus diesen Gedichten, die dazu einladen, immer wieder gelesen zu werden.“ #
Bücherschau, Rudolf Kraus

„,Bäume im Zimmer‘ versammelt kurze und kürzeste Gedichte, die sich wie Rilkes Panther im allerkleinsten Kreise drehen …“
Die Neue Südtiroler Tageszeitung, Christine Vescoli

„Es sind Gedichte, die das Leben bejahen – mit dem Wissen um Tod und Vergänglichkeit, mit vielen Erinnerungen im Kopf, die sich in poetische Bilder verwandeln. Es ist Zoderers bestes Buch seit langem …“
ff – Das Südtiroler Wochenmagazin, Georg Mair

„Eine suggestive Lyrik am Rande der Entschlüsselbarkeit, die durch die poetische Kraft ihrer Bilder überzeugt und der nicht immer ein konkreter Sinn abgerungen sein muss.“
Manfred Bosch, ekz-Informationsdienst

„Joseph Zoderer philosophiert über das Leben, die Liebe und Trauer, Sehnsucht und Einsamkeit. Schließlich auch über die Gewissheit des Todes, der uns alle Menschen betrifft.“
A. Morgenstern, Blog „Pflege und Kunst“